Werden nicht gestillte Babys später zu Schnarchern?...
Untersuchungen von Forschern des Instituts für Stimm- und Sprachtherapie in Unna lassen darauf schließen, dass Kinder, die gestillt wurden, später seltener zu Schnarchern werden. Das Saugen an der Mutterbrust sei ein effektives Training der Mund- und Rachenmuskulatur. Bei Kindern, die nur kurz gestillt werden oder gleich mit Flaschennahrung aufgezogen werden sowie bei Kindern, die lange einen Schnuller benutzten, komme es in Mund und Rachen zu falschen Bewegungsmustern, was später das Schnarchen begünstigen könne.
Für die Studie wurden über vier Jahre hinweg 315 Personen zwischen 20 und 50 Jahren, die sich wegen Schnarchens oder Schlaf-Apnoe in Behandlung begeben hatten, darunter 236 Männer und 79 Frauen, untersucht. Weit mehr als die Hälfte der Betroffenen wurde als Kinder nicht gestillt, 20% wurden mindestens ein halbes Jahr gestillt, 21% konnten sich nicht mehr an das Stillverhalten erinnern.
Mehrere Jahre lang an Schnuller oder Daumen gelutscht hatten 77% der nicht gestillten Schnarcher, 52% der gestillten Schnarcher und 71% der Betroffenen, die sich nicht mehr an das Stillen erinnern konnten.

