"Power Napping": Fit im Schlaf...
Nach der Mittagspause lässt bei vielen Menschen die Leistungsfähigkeit und Motivation nach, laut einer Umfrage von Emnid träumt sogar jeder Dritte von einem kleinen Nickerchen in der Mittagspause. Am Nachmittag steigt dann der Kaffeeverbrauch an, während die Leistung weiterhin niedrig bleibt. In vielen südlichen Ländern hat die Siesta, der mittäglichen Verdauungsschlaf, eine lange Tradition.
Schlafforscher haben bestätigt, dass der menschliche Organismus gegen 13 Uhr ein Leistungstief erreicht und die Schlafmedizin hat längst nachgewiesen, dass der menschliche Körper eigentlich mehr Pausen braucht als eine einzige lange Schlafphase in der Nacht. Ideal ist eine zweite kurze Schlafphase von ca. 20 Minuten am frühen Nachmittag.
Studien, u.a. bei NASA-Piloten, zeigten, dass ein kurzer Mittagsschlaf die Leistungsfähigkeit und Vitalität deutlich steigert, die Motivation erhöht und die Gefahr von Fehlern und Unfällen vermindert.
In den USA wird das sogenannte "Power Napping" am Arbeitsplatz schon seit einiger Zeit erfolgreich durchgeführt.
"Power-Napping" bedeutet, dass man genau dann eine Schlafphase von etwa 20 Minuten einlegt, wenn der innere Rhythmus einen Tiefpunkt erreicht, also um die Mittagszeit. Durch diese Schlafpause wird anschließend eine höhere Produktivität erreicht.
Die Schlafpause sollte allerdings nicht länger als eine halbe Stunde dauern, da der Körper ansonsten in einen tiefen Schlaf abgleitet und man danach nur mit Mühe wieder auf Touren kommt. Ein ausgiebiger Mittagsschlaf führt zwar zu einem kurzfristigen Anstieg der Leistung, danach fällt die Leistungskurve allerdings bald wieder ab. Mit einem Kurzschlaf bleibt die Konzentration bis zum Abend fast konstant.
Der 20-minütige Kurzschlaf in der Mittagspause, ggf. auch in Sitzhaltung am Schreibtisch, muss erlernt werden.

