Mit Acrylamid belastete Adventszeit?...
Meldungen über Acrylamid in Weihnachtsgebäck trüben die Vorfreude auf die Adventszeit.
Der "Spiegel" berichtet, dass Lebkuchen und Spekulatius auch in diesem Jahr wieder mit Acrylamid, das in höheren Konzentrationen Krebs auslösen kann, belastet sein sollen. Im Vergleich zum Vorjahr sei zwar bei einigen Sorten der Acrylamidgehalt gesunken, bei einigen Produkten jedoch gestiegen.
Wissenschaftler kritisieren diese Berichterstattung, da sie keine fundierten Ergebnisse zeige. Bei einer Lebkuchensorte könne der Acrylamidgehalt in den einzelnen Herstellungschargen um bis zu 50% schwanken. Zudem seien andere Lebensmittel, die tagtäglich, und nicht nur in der Vorweihnachtszeit verzehrt werden, viel größere Belastungsquellen für Acrylamid: nämlich vor allem Pommes Frites und Kartoffelchips. Ein Vergleich der Lebkuchensorten mit diesen Nahrungsmitteln wäre aussagekräftiger.
Um beim Backen der Weihnachtsplätzchen die Bildung von Acrylamid möglichst gering zu halten, empfiehlt die Verbraucherzentrale Hamburg, Mandeln für Weihnachtsplätzchen nur leicht zu rösten, zudem generell die Backtemperatur und Backzeit der Plätzchen möglichst klein zu wählen. Je mehr die Plätzchen austrocknen und je dunkler sie gebacken sind, desto höher könne er Gehalt an Acrylamid sein.

