Kaffee-Sucht und Koffein-Entzugssyndrom..
Eine Untersuchung von US-Forschern in Washington und Baltimore beschäftigte sich mit dem Koffeinentzugssyndrom und wertete dafür die Ergebnisse von 57 Studien und neun Umfragen aus.
Die zehn wesentlichen Symptome des Koffein-Entzugs sind demnach: Kopfschmerzen (in 50% der Fälle), Erschöpfung, verminderte Wachsamkeit, Konzentrationsstörungen, das Gefühl, keinen klaren Gedanken fassen zu können, Energieverlust, Schläfrigkeit, Unzufriedenheit, depressive Verstimmung sowie Reizbarkeit. Bei einigen Kaffeetrinkern führte der Entzug außerdem zu Symptomen, die einer Grippe ähnelten, zu Übelkeit oder auch zu Muskelschmerzen.
Entzugssymptome können bereits nach einem regelmäßigen Kaffeekonsum von 100mg/Tag, was einer kleinen Tasse Kaffee entspricht, auftreten. Je größer der Kaffeekonsum war, desto stärkere Symptome werden beobachtet. Die Symptome treten nach Angaben der Forscher meist 12-24 Stunden nach dem letzten Koffeinkonsum auf, sie sind am stärksten in den ersten ein bis zwei Tagen, insgesamt dauerte der Entzug zwei bis neun Tage.
Koffein stelle die weltweit am häufigsten konsumierte stimulierende Droge dar und könne zu einer Abhängigkeit führen. Regelmäßige Kaffeetrinker halten die Koffeinkonzentration im Blut mehr oder weniger konstant und zeigen Entzugssymptome dann, wenn die übliche Dosis ausbleibt. Daher habe gerade die erste Tasse Kaffee am Morgen für viele Menschen einen sehr positiven Effekt, da sie den Entzugssymptomen nach der abendlichen bzw. nächtlichen Abstinenz entgegenwirke.
Die Forscher warnen daher vor einem zu hohen Kaffeekonsum und fordern, dass das Koffein-Entzugssyndrom in die Liste der mentalen Erkrankungen "Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders DSM" aufgenommen wird.

