Schlafsack gegen plötzlichen Kindstod...
In Deutschland starben im Jahr 2001 nach Angaben des Gesundheitsministeriums 429 Säuglinge am Plötzlichen Kindstod (Krippentod, SID - "Sudden Infant Death"). Statistisch gesehen, liege Deutschland damit beim Auftreten des Plötzlichen Kindstodes weltweit hinter Italien an der Spitze.
Der Plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesart bei Säuglingen. Am häufigsten sind Säuglinge im Alter von 2-4 Monaten betroffen, bei Jungen tritt das Phänomen etwas häufiger auf als bei Mädchen.
Der Plötzliche Kindstod tritt ohne Vorzeichen im Schlaf ein. Die genauen Ursachen sind noch unklar, eine Rolle spielen jedoch folgende Risikofaktoren: Bauchlage, Überwärmung, blockierte Atemwege (z.B. durch Bettdecke, Kuscheltiere,... über dem Gesicht), schlecht gelüftete Räume (vor allem auch Zimmer, in denen geraucht wurde).
Ein einfaches Mittel, um das Risiko des Plötzlichen Kindstodes zu verringern, sind Schlafsäcke für Säuglinge, da sie nicht über das Gesicht gezogen werden können, die Kinder sich nicht so leicht auf den Bauch drehen können und eine Überwärmung verhindert wird. Hierauf macht eine im November 2003 startende Plakataktion des sächsischen Gesundheitsministeriums, mit der eine Sensibilisierung zum Thema "Plötzlicher Kindstod" erreicht werden soll, aufmerksam. Im Städtischen Klinikum Solingen erhalten Eltern von Neugeborenen im Rahmen eines Pilotprojektes kostenlos einen Säuglingsschlafsack.

