Herbstdepression und was dagegen hilft...
Viele Menschen kennen sie: die Herbst- oder Winterdepression, die zu den "saisonal abhängigen Depressionen" (SAD) gehört. Die Betroffenen leiden unter Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit, Angst, Schwermut und oftmals auch Heißhunger auf Süßigkeiten.
Ursache für die Herbstdepression ist die Lichtarmut, die in der Herbst- und Winterzeit herrscht. Wegen des fehlenden Sonnenlichtes wird weniger Serotonin, das stimmungsaufhellend wirkt, produziert. Gleichzeitig verzögert Dunkelheit den Abbau des Hormons Melatonin, das tagsüber müde und antriebsarm macht.
Einige Ratschläge gegen Herbstdepressionen:
Sport setzt Glückshormonen (Endorphine) frei
Eine Studie ergab, dass schon nach 14 Tagen täglichem Ausdauertraining die Stimmung bei Herbstdepressionen verbessert wurde
Kohlenhydrathaltige Lebensmittel (z.B. Nudeln, Bananen, Süßigkeiten, v.a. Schokolade) enthalten den Stimmungsaufheller Serotonin
Spaziergänge an der frischen Luft (verschaffen Luft und Bewegung)
Lichttherapie (tägliche Bestrahlung für etwa eine halbe Stunde mit Licht der Stärke 10000 Lux)
Ernährung mit viel Obst und Gemüse und pflanzlichen Öle (z.B. Raps- oder Sojaöl) und Fettsäuren aus Fisch (z.B. Hering, Lachs, Makrele)
Johanniskraut (Wirkstoff: Hypericin) macht ruhiger, gelassener und widerstandsfähiger
kulturelle Aktivitäten, Kontakt zu anderen Menschen lenken von der negativen Grundstimmung ab
Urlaub, um der Lichtarmut zu entgehen
Ansonsten bleibt der Trost, dass spätestens im Frühsommer die depressiven Symptome wieder verschwinden.

