Weniger Krankmeldungen, aber mehr Depressionen...
Auswertungen verschiedener Krankenversicherungen ergaben, dass die Zahl der Krankmeldungen in Deutschland immer mehr zurückgeht. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums lag der Krankenstand in den ersten fünf Monaten dieses Jahres bei 3,38% (Durchschnittswert aller gesetzlichen Krankenkassen), während im Jahr 2003 3,61% krank gemeldet waren. Diese Zahlen seien der niedrigste Wert seit 1970 (damals wurde die Lohnfortzahlung bei Krankheit eingeführt). Vor 20 bis 30 Jahren lag dieser Wert noch bei 4,4 bis 5,7%.
Die häufigsten Gründe für Krankmeldungen waren Rückenschmerzen (26,5%), Atemwegserkrankungen (16,9%), Vergiftungen und Verletzungen (15,2%) und psychische Erkrankungen (7,5%), wobei sich die Anzahl der Fehltage infolge von psychischen Erkrankungen seit 1990 fast verdoppelt hat und dies insbesondere Frauen betrifft.
Am seltensten krank sind gemäß den Auswertungen Angestellte bei Banken und Versicherungen, die meisten Krankmeldungen gab es bei Beschäftigten der Müllabfuhr, Kurierfahrern und Postangestellten.

