Was Ihr Schreibtisch über Ihre Persönlichkeit aussagt...
Gemäß Untersuchungen des britischen Psychologen Cary Cooper, Professor für Arbeitsplatz- und Organisationspsychologie und Arbeitsmedizin, spiegelt sich in bzw. auf unserem Schreibtisch unsere Persönlichkeit wider. Cooper wertete Fotos der Schreibtische von 2500 Beschäftigen aus ganz Europa sowie deren Arbeits-, Privat- und Freizeitleben aus. Da heutzutage oft mehr Zeit bei der Arbeit als zu Hause verbracht wird, stelle der Schreibtisch eine Ausweitung der Persönlichkeit dar.
Fünf wesentliche Schreibtisch-Typen wurden von Cooper identifiziert.
- Der Ordnungsfanatiker, der seinen Schreibtisch penibel ordnet, Papierstapel immer akkurat parat legt und Bleistifte penibel spitzt. Er braucht und liebt klare Strukturen, will genau seine Aufgaben wissen, erledigt diese am liebsten eine nach der anderen und ist immer auf Pünktlichkeit bedacht. Oftmals trennt er auch Privat- und Berufsleben streng voneinander, so dass sein Schreibtisch einen sehr neutralen Eindruck macht.
- Der Chaot, dessen Schreibtisch und oftmals auch der umgebende Boden mit unordentlichen, in keinerlei Hinsicht systematisch angeordneten Papierstapeln überhäuft ist. Er lehnt Strukturen ab, setzt keine Prioritäten, kennt keine gute Organisation des Arbeitsablaufes und seiner Terminplanung, kann jedoch auch sehr gut mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten.
- Der Kreative, der seinen Arbeitsplatz gerne mit Kunst oder ähnlichem ausstattet und bei dem oftmals auch eine gewisse Unordnung, jedoch mit einer persönlichen Struktur herrscht. Er hat viele Ideen, der Eindruck, den er auf andere macht, ist ihm wichtig, er möchte auffallen.
- Der Familienmensch, auf dessen Schreibtisch Familienfotos und ähnliche persönliche Dinge zu finden sind. Er zeigt damit, dass für ihn das Leben außerhalb des Büros wichtig ist, er arbeitet zwar zielgerichtet, jedoch nicht immer mit der entsprechenden Motivation.
- Der Workaholic, dessen Schreibtisch ähnlich wie beim Familienmenschen mit Familienfotos und persönlichen Dingen geschmückt ist. Da er jedoch fast den ganzen Tag bei der Arbeit verbringt und seine Familie kaum sieht, erinnern ihn diese persönlichen Dinge an das Leben, das es noch außerhalb der Arbeit gibt bzw. geben könnte.
Bei der Studie erwiesen sich ca. ein Viertel als Ordnungsfanatiker, ein Viertel als Chaoten, 15% gehörten eher zu den Kreativen und 35% hatten einen mittleren Ordnungssinn.
Während die Schreibtische vieler Manager zum Typ Workaholic gehören, bevorzugen 70% der befragten 500 Führungskräfte Mitarbeiter mit ordentlichen Arbeitsplätzen. 55% schließen von einem chaotischen Schreibtisch auf einen unzuverlässigen, wenig professionellen Mitarbeiter.

