Antike Gedichte sind gut für das Herz...
Eine Forschergruppe der Universität Witten/Herdecke beschäftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen dem Rezitieren von Hexameter-Versen (einem festen Versmass, bei dem sechs Silben pro Zeile betont werden), Herzschlag und Atmung. In der Kunsttherapie war eine positive Wirkung dieses Versmaßes schon seit längerem diskutiert worden.
Ein Aufsagen von Hexameter-Versen wie sie z.B. in den Heldenepen "Odysseus" und "Ilias" des griechischen Dichters Homer benutzt werden, führte in der Studie zu einer Synchronisation von Herzschlag und Atemfrequenz. Beim Rezitieren der Verse wurden langsame Atemschwingungen erzeugt, die ein regelmäßiges und harmonisches Schlagen des Herzens ergeben. Der Körper schien durch das Hexameter-Versmaß seinen eigenen, positiven Rhythmus zu finden.
Auch das Mantra "Om" sowie das Beten des Rosenkranzes sollen eine positive Wirkung auf den Körper haben.
Natürlich können Gedichte und Verse die medikamentöse Behandlung von Herzpatienten nicht ersetzen, diese Art der Kunsttherapie kann nur eine begleitende Behandlungsmaßnahme sein. Eine (positive) Nebenwirkung dieser Kunsttherapie kann jedoch auftreten: Bildung.

