Posttraumatische Verbitterungsstörung...
Immer mehr Menschen entwickeln, vor allem als Folge des Leistungsdruckes oder Ärgers am Arbeitsplatz oder der Angst um den Arbeitsplatz, schwere Phobien und Depressionen. Sie zeigen, so der Psychiater Michael Linden, eine tiefe Verbitterung aufgrund einer persönlichen Kränkung, weshalb man diese Symptomatik als "Posttraumatische Verbitterungsstörung" ("Posttraumatic Embitterment Disorder" (PTED) ) bezeichnet hat. Zu den weiteren Symptomen dieses Krankheitsbildes gehören u.a. Selbstzweifel, Suizidgedanken, Aggressionen, Missmutigkeit, Antriebsmangel.
In einer Studie waren bei mehr als 60% der PTED-Patienten berufliche Probleme (Kündigung, Konflikte am Arbeitsplatz) der Auslöser, knapp 30% der Fälle waren auf den Tod eines nahestehenden Menschen oder familiäre Konflikte zurückzuführen..
Im Gegensatz zu posttraumatischen Belastungsstörungen, wie sie nach schweren Unfällen oder Vergewaltigungen auftreten, lehnen viele PTED-Patienten psychiatrische Hilfe ab, da sie die Krankheitssymptome nicht wahrhaben wollen. Im therapeutischen Ansatz versucht Michael Linden, die moderne Weisheitspsychologie einzusetzen: "Weise ist im wissenschaftlichen Sinne derjenige, der Handlungen anderer Personen nachvollziehen und sich in sie emotional hineinversetzen kann, Perspektiven wechselt und auch mit unfertigen Lösungen leben kann". Der Patient kann dadurch erkennen und akzeptieren lernen, warum man ihn entlassen hat und kann eine Chance für einen Neuanfang sehen.

