Fluor-Verbot in Belgien: Zahnärzte sind geteilter Meinung ...

Belgien ist weltweit das erste Land, das fluorhaltige Produkte, darunter auch Zahnpflegemittel, aus dem freien Verkauf verbannt. Zahnpasta mit Fluor ist von dem Verbot nicht betroffen. Als rezeptpflichtige Medikamente sollen sie weiter zu haben sein. Gesundheitsministerin Aelvoet bezeichnete Flour als "schleichendes Gift". Es härte zwar den Zahnschmelz, entziehe Zähnen und Knochen aber Kalk und mache sie so brüchiger. Skelettveränderungen, Osteoporose, Gelenkentzündungen und sogar Knochenkrebs könnten die Folge sein. Fluor könne sich auch negativ auf die Nerven und das Immunsystem auswirken und bei Kindern zu andauernder Müdigkeit, einem niedrigeren Intelligenzquotienten, Lethargie und Depressionen führen.

Deutsche Zahnärzte haben sich gegen eine entsprechende Änderung in Deutschland ausgesprochen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen seien die Erfolge in der Karies-Vorbeugung auf den Einsatz von Fluoriden zurückzuführen. Zahnärzte berieten ihre Patienten darüber hinaus über Zahnpflegemittel. Bei Beachtung dieser Empfehlungen seien Überdosierungen auszuschließen, teilte die Bundeszahnärztekammer in Berlin mit.

September 2002

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