HIV-Prävention
Eine HIV-Therapie zielt darauf, die Virusmenge im Blut unter die Nachweisgrenze zu senken. Das führt dazu, dass auch gleichzeitig die Menge der infizierten und zerstörten Zellen weniger schnell ansteigt. Dadurch kann man das Ausbrechen der Krankheit über viele Jahre hinauszögern. Gleichzeitig sinkt dabei auch noch das Risiko andere Menschen mit der Krankheit anzustecken. Nun gibt es auch erste Ergebnisse zur medikamentösen HIV-Prävention. Dabei handelt es sich um topische oder orale Präexpositionsprophylaxen. So konnte in einer Studie mit sexuell aktiven Südafrikanerinnen durch einen topischen Wirkstoff die Infektionsrate um fast 40 Prozent gesenkt werden. In einer weiteren Studie mit 2500 homosexuellen Männern und einem oral einzunehmenden Präparat wurde die Infektionsrate um fast 45 Prozent gesenkt. Für Menschen, für die eine sehr hohe Gefahr besteht, sich mit dem Virus zu infizieren, kann man also das Risiko, sich anzustecken, schon fast auf die Hälfte reduzieren.
Quelle: aerztezeitung.de

