Tuberkulose

Amerikanische Forscher haben sich mit dem Krankheitserreger der Tuberkulose beschäftigt. Sie untersuchten das Erbgut von 21 Stämmen. Dabei fanden Sie heraus, dass der Tuberkuloseerreger – im Gegensatz zu anderen Krankheitserregern – das Immunsystem gezielt nutzt, um sich auszubreiten. Normalerweise verändern Krankheitserreger immer wieder ihre Antigene, um möglichst lange einer Immunantwort ausweichen zu können. Der Erreger der Tuberkulose macht das nicht. Nach der Ansteckung mit dem Keim wird zunächst eine Immunantwort ausgelöst. Dadurch wird ein Husten- und Niesreiz erzeugt. So kann das Bakterium relativ gut von Mensch zu Mensch übertragen werden. Das Einatmen einer kleinen Menge an Keimen reicht nämlich schon aus für eine Infektion. Laut Schätzungen der WHO ist etwa ein Drittel der Weltbevölkerung mit dem Keim, der meist eine Lungentuberkulose auslöst, infiziert. Bei etwa 10 Prozent aller Infizierten kommt es dann zur Ausbildung einer offenen Tuberkulose, die ansteckend ist.

 

Quelle: netdoktor.de

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