Neue Therapiemethode bei Rückenschmerzen...
Eine neue Therapiemethode zur Behandlung von Rücken- oder Beinschmerzen, die durch einen eingeklemmten oder entzündeten Nerv in der Lendenwirbelsäule hervorgerufen werden, wurde von der Orthopädischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum entwickelt.
Bisher wurde für die Schmerzbehandlung Kortison eingesetzt, was zwar die Schmerzen und die Entzündung lindert, jedoch meist nur sechs Wochen anhält und zudem bei Langzeitanwendungen zu Nebenwirkungen und Spätfolgen führen kann.
Die von der Ruhr-Universität Bochum eingesetzte Methode spritzt zur Schmerzlinderung das entzündungshemmende Protein Orthokin in den betroffenen Nerv. Bei Orthokin handelt es sich um ein körpereigenes Eiweiß, das direkt aus dem Blut des Patienten gewonnen wird. Es wird bereits seit einiger Zeit auch in der Arthrose-Therapie eingesetzt und scheint frei von unerwünschten Nebenwirkungen zu sein.
Eine Studie mit 84 Rückenschmerzpatienten ergab, dass eine Schmerzbehandlung mit Kortison im Schnitt nur sechs Wochen lang wirkte, während bei einer Orthokinbehandlung auch noch nach sechs Monaten der schmerzlindernde Effekt festzustellen war.

