Fett: Vorurteile und keine wissenschaftlichen Erkenntnisse
Als Lee Hooper von der Universität Manchester und seine Kollegen 16 821 Forschungsarbeiten zum Thema Fett und Ernährung näher anschauten, um sie für eine so genannte Meta-Analyse zu nutzen, waren nur 27 wissenschaftlich fundiert. Das Ergebnis ihrer Analyse: Einen Einfluss fettreduzierter Ernährung auf die Gesamtsterblichkeit war nicht festzustellen.
Es ist also nicht bewiesen, dass eine fettarme Ernährung für gesunde Menschen Vorteile bringt. Dagegen scheint eine ausreichende Fettversorgung das Herz und die Hirnfunktionen zu schützen.
Die einfache Formel: Fett = ungesund = falsche Ernährung ist also nicht richtig. Die Amerikaner essen seit der Anti-Fett-Kampagne in den siebziger Jahren zwar weniger Fett, Herz- und Kreislaufleiden stiegen jedoch drastisch an. Ebenso wuchs die Zahl der Übergewichtigen.
Forscher warnen wegen unabsehbarer Folgen für das Nervensystem, den Hormonhaushalt und die Immunabwehr vor allzu massiven Eingriffen in den Fetthaushalt. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit Kohlenhydraten, Proteinen und ausreichend Fetten beuge u.a. dem Gedächtnisverlust im Alter vor.
In fast allen großen Studien zum Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit bleibt unter dem Strich nicht viel mehr übrig als die Empfehlung, sich Lebensmittel in einem möglichst "ausgewogenen" Verhältnis zuzuführen.
(nach: bild der wissenschaft)

