Modell zur Vorhersage der Wechseljahre / Grenzen und Gefahren der künstlichen Befruchtung...

Modell zur Vorhersage der Wechseljahre

Schottische Forscher haben ein mathematisches Modell entwickelt, mit dem sich der voraussichtliche Zeitpunkt der Wechseljahre berechnen lässt.

Die bei der Geburt bereits festgelegte Zahl der Eizellen in den Eierstöcken sinkt im Laufe der Jahre sehr stark (bi-exponentiell) ab. Wenn nur noch rund 1.000 Eizellen übrig sind, werden zu wenig weibliche Sexualhormone produziert und die Wechseljahre setzen ein. Meist geschieht dies etwa im Alter von 50 Jahren, teilweise auch erheblich früher oder später.

Durch eine Ultraschalluntersuchung soll nun aus der Größe der Eierstöcke auf die Anzahl der noch vorhandenen Eizellen geschlossen und daraus der voraussichtliche Zeitpunkt der Menopause errechnet werden. Dadurch wäre es möglich - gerade bei Frauen, die eine Familiengründung aus persönlichen oder beruflichen Gründen verschieben möchten, oder bei Frauen, bei denen durch eine Krebstherapie Eizellen zerstört worden sind - durch eine einfache Ultraschalluntersuchung den Stand ihrer "biologischen Uhr" zu bestimmen. Nach Angaben der Forscher funktioniere dieses Modell allerdings nicht bei Frauen, die gleichzeitig die Anti-Baby-Pille nehmen.

Eine prospektive Studie über die nächsten Jahre hinweg soll das Modell untermauern.

 

 

Grenzen und Gefahren der künstlichen Befruchtung

1.) Grenzen der künstlichen Befruchtung

Auf die Grenzen der künstlichen Befruchtung (in-vitro-Fertilisation, IVF) u.a. macht ein französischer Demograph in "Human Reproduction" aufmerksam. Mit einem Computermodell hatte er die natürliche Fruchtbarkeit und die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung in Abhängigkeit vom Alter der Frauen berechnet und herausgefunden, dass ab dem 35. Lebensjahr nicht nur die natürliche Fruchtbarkeit einer Frau stark abnimmt, sondern auch die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung.

Nach den Berechnungen würde gelten:

 

Kinderwunsch im Alter von

"natürliche" Schwangerschaft innerhalb eines Jahres

"natürliche" Schwangerschaft innerhalb der nächsten Jahre

Erfolgsrate des ersten IVF-Versuches

Schwangerschaft durch IVF

ungewollte Kinderlosigkeit

30 Jahren

75%

91% (innerhalb von 4 Jahren)

30%

3%

6%

35 Jahren

66%

82% (innerhalb von 3 Jahren)

24%

4%

14%

40 Jahren

44%

57% (innerhalb von 2 Jahren)

17%

7%

36%

2.) Gefahren der künstlichen Befruchtung?

Nach Berichten der Wochenzeitung "Die Zeit" und des "Journals für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie" werden Befürchtungen laut, dass die künstliche Befruchtung außerhalb des Mutterleibs (IVF = in-vitro-Fertilisation) zu genetischen Defekten führen könne.

Bei Tieren wurden nach Angaben des Instituts für Tierzucht in Mariensee bei Hannover nach IVF ähnliche Schäden beobachtet wie beim Klonen. Im Vergleich zu "normal" gezeugten Embryonen wiesen durch IVF entstandene Embryonen bei fast allen untersuchten Genen deutliche Unterschiede auf. Eine der untersuchten Erbkrankheiten sei das Beckwith-Wiedenmann-Syndrom mit Riesenwuchs, vergrößerten Organen sowie erhöhte Anfälligkeit für Tumoren. Ähnliche Symptome traten auch bei geklonten Tieren auf.

Die bei diesen Untersuchungen an Rindern und Mäusen nach einer künstlichen Befruchtung beobachteten Genschäden könnten nach Ansicht der Forscher möglicherweise in ähnlicher Form auch bei Menschen auftreten.

Juli 2004

STIKO empfiehlt Windpocken-Impfung...
Psychische Erkrankungen: Fehldiagnosen bei zu kurzen Arzt-Patienten-Gesprächen...
Langanhaltender Husten bei Erwachsenen ist häufig Keuchhusten...
Modell zur Vorhersage der Wechseljahre / Grenzen und Gefahren der künstlichen Befruchtung...
Online-Foren und Patientenratgeber zu Prostatakrebs, Multipler Sklerose und Angststörungen...
Plötzlicher Herztod durch vergrößerten Herzmuskel...
Pollenallergiker: Vorsicht vor Sommergewittern / Allergie-Risiko bei Kindern nach Wohnungsrenovierung...
Lungenentzündungen häufig durch Legionellen verursacht / Lebensmittelinfektionen
Immer mehr junge Cannabis-Konsumenten...
Studie "Pain in Europe": Viele chronisch schmerzkranke Patienten unbehandelt...

Information

Newsletter/Kurse

KITSky

Haben Sie noch Fragen?

  • Tel: 0721-883363

Facebook, Twitter

Buch des Monats

  • Dr. Dr. Hildebrand - Die mündliche Überprüfung

Jahresprospekt

  • Das aktuelle kreawi-Jahresprospekt können Sie sich hier herunterladen