Plötzlicher Herztod durch vergrößerten Herzmuskel...
Ein britisches Forscherteam beschäftigte sich in einem in der Zeitschrift "Lancet" veröffentlichten Artikel mit der hypertrophen Kardiomyopathie, einer Verdickung des Herzmuskels.
Ursache dieser vererbbaren Krankheit ist ein Gendefekt, der zu einem abnormalen Muskeleiweiß führt. Nach Schätzungen der Forscher leidet etwa jeder 500. Erwachsene an dieser Krankheit, bei jungen, ansonsten gesunden Erwachsenen ist die hypertrophe Kardiomyopathie die häufigste Ursache für einen plötzlichen Herztod (ca. 1% der Betroffenen sterben im Laufe eines Jahres an einem plötzlichen Herztod).
Patienten mit einem vergrößerten Herzmuskel zeigen teilweise keinerlei Symptome und sind mehr oder weniger beschwerdefrei, bei anderen treten Schmerzen im Brustbereich oder Atemnot auf. Die Krankheit kann nach Beendigung des Wachstums nach der Pubertät diagnostiziert werden. Durch ein EKG können erste Anzeichen einer hypertrophen Kardiomyopathie festgestellt werden, die eigentliche Diagnose erfolgt jedoch über spezielle bildgebende Verfahren.
Eine Therapie wird medikamentös, durch Operation oder durch die Implantation eines Defibrillators, der bei Herzrhythmus-Anomalien durch Elektroschocks den Herzrhythmus wieder normalisiert, durchgeführt.
Dadurch, dass in den letzten Jahren die für die Erkrankung verantwortlichen Gene identifiziert werden konnten, können inzwischen Risikopatienten frühzeitig erkannt und durch rechtzeitige Therapie die Gefahr eines plötzlichen Herztodes minimiert werden.

