Online-Foren und Patientenratgeber zu Prostatakrebs, Multipler Sklerose und Angststörungen...

Patientenratgeber zu Prostatakrebs

Mit jährlich 32.000 bis 38.000 Erkrankungen ist Prostatakrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern.

Ein online-Ratgeber "Ich habe Prostatakrebs. Was nun?" vom Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) möchte den Betroffenen Mut machen, enthält generelle Informationen über Prostatakrebs, erläutert Fachbegriffe, informiert über Wirkungen, Nebenwirkungen, Prognosen,... der verschiedenen Therapiemöglichkeiten und gibt hilfreiche Kontaktadressen.

Der Ratgeber kann unter http://www.prostatakrebs-ratgeber.de/ online aufgerufen oder als pdf-Datei heruntergeladen werden.

 

Internet-Portal zu Multipler Sklerose

Ein neues Internetportal für an Multipler Sklerose erkrankte Menschen oder Personen, die sich allgemein über die Krankheit informieren möchten, stellt den neuesten Stand der Forschung und Therapie dar, gibt Tipps über den Umgang mit der Krankheit und bietet ein Forum zum Erfahrungsaustausch.

Das von der Schering Deutschland GmbH initiierte online-Portal ist unter www.ms-gateway.de zu finden.

 

Broschüre des RKI über Angststörungen

Heft 21 der Reihe "Gesundheitsberichtserstattung des Bundes" informiert über Angststörungen, d.h. Erkrankungen, bei denen Angstreaktionen übersteigert sind, chronisch werden können und zu beträchtlichen Beeinträchtigungen der Betroffenen führen können.

Angst ist zwar eine natürliche Reaktion zur Vermeidung von Gefahren, bei Patienten mit Angststörungen treten jedoch nicht mehr angemessene und krankhafte Angstreaktionen auf. Angststörungen äußern sich in spezifischen Phobien, z.B. Angst vor Spinnen, allgemeiner (generalisierter) Angst, Panikattacken, sozialen Phobien (siehe auch Exkurs: Soziale Phobie) o.ä.

Angststörungen führen oftmals zu anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen (bei ca. 50% der Betroffenen) oder Alkoholsucht (z.B. bei 16% der Patienten mit Panikattacken) und münden teilweise sogar in Arbeitsunfähigkeit.

Eine im Jahr 1998 durchgeführte repräsentative Umfrage hatte ergeben, dass 14% der Deutschen zwischen 18 und 65 Jahren in den letzten zwölf Monaten an einer Angststörung gelitten hatten, darunter weit mehr Frauen als Männer. Jedoch nicht einmal die Hälfte der Betroffenen (46% der Frauen, 38% der Männer) hatte professionelle Hilfe in Anspruch genommen. Dabei könnte bei 40 bis 65% der Angstpatienten durch Verhaltenstherapie oder Antidepressiva heutzutage eine Heilung erzielt werden.

Der 25-seitige Ratgeber kann beim RKI unter www.rki.de/GBE/HEFTE/ANGST/ANGST.PDF (1,3MB) oder www.rki.de/GBE/HEFTE/ANGST/HEFT21.PDF (96KB, ohne Abbildungen).

 

Exkurs: Soziale Phobie

Eine Soziale Phobie äußert sich in einer übersteigerten Angst vor den Mitmenschen, Angst vor einer Blamage sowie übergroßer Schüchternheit, die mit Erröten, Hitzewallungen, Schweiß in den Händen und der Tatsache, dass man z.B. Gesprächspartnern nur schwer in die Augen sehen kann, einhergeht. Schätzungsweise zwei Millionen Menschen aus allen Bevölkerungsschichten sind in Deutschland davon betroffen.

Menschen mit Sozialer Phobie fühlen sich oft in Beruf und Privatleben überfordert, versuchen, den belastenden Situationen aus dem Weg zu gehen, treten nach außen hin teilweise arrogant auf, um von sich abzulenken, ziehen sich von anderen Menschen zurück, vereinsamen und leiden dann häufig auch an Depressionen und Alkoholproblemen.

Den Betroffenen kann durch Medikamente sowie v.a. Gesprächs- und Verhaltenstherapien geholfen werden. Sie sollen dabei u.a. lernen, genau die Dinge zu tun, vor denen sie am meisten Angst haben, sich selbst und die Reaktion anderer dabei zu beobachten und dadurch mehr Selbstvertrauen zu erhalten. In vielen Fällen werden durch die Therapie die Ängste reduziert oder sie verschwinden ganz.

Ursache der Angststörungen ist meist eine Kombination aus einer Veranlagung zur Schüchternheit sowie negativen Erfahrungen (keine unterstützende Atmosphäre im Elternhaus ("Das kannst Du nicht") oder eine Außenseiterrolle) in Kindheit und Jugend.

Juli 2004

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