Schulmedizin: Theorie und Praxis ...
Eine Umfrage der Study Group on Heart failure Awareness and Perception in Europe (SHAPE) unter 3.000 Allgemeinmedizinern hat ergeben, dass 50% der Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz nicht Leitlinien gemäß therapiert werden.
Gemäß dieser Leitlinien sollen den etwa 14 Millionen in Europa an Herzinsuffizienz leidenden Menschen zunächst ACE-Hemmer, bei andauernder Symptomatik dann Betablocker verordnet werden.*
Die Hälfte der Ärzte verschreibt ihren Patienten jedoch ein Diuretikum („Wassertablette“), das gegen das Symptom des Flussigkeitsrückstaus wirkt, die Überlebensrate jedoch nicht verbessert.
35% der Ärzte gingen irrtümlich davon aus, dass ACE-Hemmer die Symptome einer Herzinsuffizienz sogar verschlechtere, von Betablockern nähmen das sogar 86% der Ärzte an.
Zudem wurden die Medikamente oft falsch dosiert.
Nur 60% der befragten Ärzte wussten, dass die Herzinsuffizienz schlechtere Überlebensraten als eine Krebserkrankung hat.
* Möglicherweise ist es sogar sinnvoll, die Therapie der Herzinsuffizienz – anders als bisher üblich – mit dem Beta-Blocker zu beginnen. Die Frage nach der optimalen Initialtherapie wird z. Zt. in einer Studie geklärt ... (an deren Ergebnis sich dann natürlich auch wieder keiner hält ...)

