Neue Broschüre informiert über ADHS / Zink verbessert Konzentration und Gedächtnis bei Jugendlichen...
Zwei Meldungen u.a zum Thema "Konzentrationsfähigkeit von Heranwachsenden":
Neue Broschüre informiert über ADHS
Eine neue Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beschäftigt sich mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörung), dem sogenannten Zappelphilipp-Syndrom.
Etwa 3 bis 6% der Schulkinder leiden an ADHS, Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Es handelt sich um eine der am häufigsten chronisch verlaufenden Krankheit bei Kindern und Jugendlichen. ADHS-Patienten zeigen Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen und fallen mit einem oft impulsiv-unüberlegtem Handeln und einem übermäßig starken Bewegungsdrang auf. Teilweise ist es nicht einfach, zwischen einem besonders lebhaften Kind und einem behandlungsbedürftigen ADHS-Patienten zu unterscheiden. Bei einer frühen Diagnose und Behandlung kann die Krankheit günstig beeinflusst werden.
Die Publikation „adhs“ des BZgA soll Eltern, Betroffenen und Personen, die beruflich mit ADHS-Patienten zu tun haben, Informationen über die Krankheit, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten geben. Sie ist elektronischer Form auf der Internetseite des BZgA abrufbar (www.bzga.de)
Zink verbessert Konzentration und Gedächtnis bei Jugendlichen
In einer amerikanischen Studie wurde ein Zusammenhang zwischen einer zusätzlichen Zinkzufuhr und einer besseren geistigen Leistungsfähigkeit von Heranwachsenden festgestellt.
200 Jugendliche im Alter von 12 und 13 Jahren erhielten über einen Zeitraum von 10 Wochen täglich ein Glas Saft, das entweder kein zusätzliches Zink, 10mg (die empfohlene Tagesdosis) oder 20mg Zink enthielt.
Am Anfang und Ende der Studie testeten die Forscher mit verschiedenen Aufgabenstellungen die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit, das Gedächtnis, das logische Denkvermögen sowie die Feinmotorik. Dabei zeigte sich bei den Kindern, die zusätzlich 20mg Zink erhielten, eine deutliche Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit, insbesondere des visuellen Gedächtnis, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Wortfindung. Beim Sozialverhalten bzw. der Feinmotorik ließen sich hingegen keine Unterschiede feststellen.
Das Spurenelement Zink ist wichtig für das Zellwachstum, das Immunsystem, verschiedene Hormone und den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel. Es kann im Körper nicht gespeichert werden, Zinkmangel tritt besonders häufig bei Jugendlichen auf, da sie häufig zu wenig Zink mit der Nahrung zu sich nehmen, andererseits jedoch für ihr Wachstum viel Zink benötigen.
Die an der Studie beteiligten Forscher regen daher an, aufgrund ihrer Testergebnisse die empfohlene Tagesdosis für Jugendliche erneut zu überprüfen.

