Immer noch ungenügende Jodversorgung in Deutschland..
Experten des Arbeitskreises Jodmangel verweisen darauf, dass in Deutschland jede fünfte Frau und jeder dritte Mann unter Schilddrüsenveränderungen, meist hervorgerufen durch Jodmangel, leiden. Die Jodversorgung in Deutschland habe sich zwar in den letzten Jahrzehnten deutlich gebessert, im Durchschnitt werden jedoch nur 2/3 der empfohlenen Menge zu sich genommen. Der Arbeitskreis fordert daher eine EU-weite einheitliche Regelung für den Einsatz von jodiertem Salz bei der Herstellung von Nahrungsmitteln
Die von der WHO empfohlene tägliche Menge an Jod liegt bei 100 Mikrogramm, bei Schwangeren bei 250 Mikrogramm. Bei Jodmangel kann es zur Kropfbildung kommen, bei einem Jodmangel in der Schwangerschaft könne es zu einem um bis zu 4% geringeren Intelligenzquotienten des Kindes kommen.
Für problematisch hält der Arbeitkreis, dass die Kosten für Zusatzpräparate wie Jod nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden. Die Kosten für die Behandlung der durch Jodmangel entstehenden Gesundheitsschäden lägen deutlich höher.

