Eingefrorene Spermien auch nach Jahrzehnten noch zeugungsfähig / Hormonänderungen bei Frischverliebten / Krebserregende Kondome ...
Wieder eine kleine Sammlung von Meldungen zum Thema "Liebe, Lust, Fortpflanzung...":
Eingefrorene Spermien auch nach Jahrzehnten noch zeugungsfähig
Wegen einer Hodenkrebs-Erkrankung hatte ein Brite vor mehr als 20 Jahren seine Spermien einfrieren lassen, bevor er unfruchtbar geworden war. In Manchester wurde nun vor einiger Zeit eine künstliche Befruchtung seiner Partnerin mit den seit 21 Jahren eingefrorenen und konservierten Spermien erfolgreich durchgeführt, das Ergebnis war ein gesunder, heute zweijähriger Junge.
Nach Angaben der behandelnden Ärzte sei dies die erste erfolgreiche Befruchtung mit derart lange eingefrorenen Spermien. Weitere Studien mit Spermien, die über noch längere Zeiträume konserviert waren, sollten jedoch noch folgen.
Hormonänderungen bei Frischverliebten
Eine italienische Studie fand heraus, dass es bei Frischverliebten zu Hormonänderungen kommt, durch die Männer und Frauen hormonell ähnlicher werden. Bei den untersuchten Männern sank der Testosteronspiegel stark ab, während er bei den Frauen deutlich anstieg. Es scheine so, dass in dieser Phase des Zusammenkommens die Natur die Unterschiede zwischen Mann und Frau ausschalten wolle.
Zugleich stellte die Studie im ersten halben Jahr der Partnerschaft einen bei beiden Geschlechtern erhöhten Spiegel des Stresshormons Cortisol fest.
Nach einem Jahr hatten sich dann alle Werte wieder normalisiert.
Krebserregende Kondome
Eine Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes in Stuttgart entdeckte in 29 von 32 getesteten Kondomen krebserregende N-Nitrosamine, welche sich bei Schleimhautkontakt leicht aus dem Gummi herauslösen könnten. Das Amt appellierte an die Kondomhersteller, die Abgabe von N-Nitrosaminen zu verhindern. N-Nitrosamine können aus Stoffen entstehen, die die Elastizität des Gummis der Kondome gewährleisten sollen. Durch eine andere Rezeptur sollte eine Herstellung von Kondomen, bei denen es zu keiner Nitrosamin-Freisetzung kommt, möglich sein.
Schon in früheren Untersuchungen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte wurde diese Thematik untersucht. Man kam damals zum Ergebnis, dass die sich aus den Kondomen herausgelösten und im Körper aufgenommenen Nitrosamine höchstens 1/1000 der täglich über die Nahrung aufgenommenen Menge ausmachten.
In der neuen Studie wurde allerdings bei einem Kondom mit Schokoladengeschmack ein N-Nitrosamin-Gehalt von 660 Nanogramm/Kilogramm nachgewiesen, was z.B. 60mal so hoch sei wie der für Babyschnuller zugelassene Wert. Der Beate-Uhse-Versand nahm daraufhin Kondome mit Schokoladengeschmack aus seinem Sortiment.
Wissenschaftler sowie der Beate-Uhse-Konzern fordern nun rechtsverbindliche Normen und Grenzwerte für Kondome.

