Neue Tests zur Früherkennung von Darmkrebs und Hautkrebs...

Neuer Test zur Darmkrebsfrüherkennung

Vor zwei Jahren hatte ein Forscher der Universität in Baltimore einen ersten Gentest, der genetisch veränderte, mit dem Stuhl ausgeschiedene Tumorzellen nachweisen kann, entwickelt. Der Test besitzt eine Sensitivität von 64% und wird derzeit noch weiterentwickelt. Bei diesem Stuhltest werden 21 spezifische Mutationen in drei verschiedenen Genen, die bei der Tumorentwicklung eine Rolle spielen, untersucht.

Ein neuartiger, an der Medizinischen Universität Innsbruck entwickelter Test basiert nicht auf Mutationen, sondern erkennt epigenetische Veränderungen, insbesondere DNA-Methylierungen, die bei Kolorektal-Krebszellen häufig vorkommen. Am besten geeignet für den Test schien die DNA-Methylierung des Gens SFRP2 zu sein. Der Test ergab in einer ersten Studie eine Sensitivität von 90%, bei einem zweiten Test von 77%.

Inwieweit der neue Test dem amerikanischen überlegen ist, wird sich noch zeigen müssen. Er hat jedoch bereits gezeigt, dass ein Stuhltest aufgrund epigenetischer Veränderungen prinzipiell möglich ist.

Kleiner Exkurs: Darmkrebsvorsorge als Theaterstück

Im Theaterstück "Alarm im Darm" der Stiftung LebensBlicke in Ludwigshafen bringen Schauspieler als Polypen verkleidet auf witzige und unterhaltsame Weise Nutzen und Vorgehensweise der Darmkrebsvorsorge näher. Aufführungen des Theaterstückes können bundesweit vermittelt werden, eine kostenlose Film-Kurzversion ist bei der Stiftung kostenlos erhältlich.

Hautkrebsfrüherkennung

Durch einen neuartigen Infrarot-Laser, der Infrarotlicht in ultrakurzen Impulsen abgibt, soll Hautkrebs schon im Anfangsstadium erkannt werden. Der Übergang vom gesunden zum kranken Gewebe kann exakt erkannt werden. Durch die Anregung mit dem Infrarotlicht wird das Melanin der Haut angeregt. Melanin gibt daraufhin eine typische Farbfluoreszenz ab, welche eine genaue Information darüber geben kann, in welchem Stadium sich der Hautkrebs befindet.

Die Methode wurde von Forschern am Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie in Berlin entwickelt und könnte in spätestens drei Jahren zu einer allgemeinen klinischen Anwendung kommen.

Mai 2004

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