Lachen als Schutz vor Gefäßkrankheiten...

US-amerikanische Forscher an der Universität of Maryland in Baltimore haben herausgefunden, dass Lachen die Funktion der Endothelien der Blutgefäße verbessert und Arteriosklerose vorbeugen kann.

In einer Studie mit 20 Probanden, gesunden Männern und Frauen im Durchschnittsalter von 33 Jahren und allesamt Nichtraucher, wurden die Effekte von Lachen genauer untersucht. Den Versuchsteilnehmern wurden, im Abstand von 48 Stunden, Ausschnitte aus zwei Filmen gezeigt: zum einen eine deprimierende Szene aus einem Kriegsfilm ("Der Soldat James Ryan"), zum anderen Ausschnitte aus der erfolgreichen Kömodie "King Pin". 

Vor und nach der Filmvorführung wurde bei den Teilnehmern die Reaktivität der Endothelien an der Hauptschlagader am Oberarm (Arteria brachialis) bestimmt. Bei dieser als FMD ("flow mediated dilution") bezeichneten Methode zur Funktionsprüfung der Endothelien wurde den Probanden fünf Minuten lang die Arteria brachialis mit einer Blutdruckmanschette abgeklemmt, die nach dem Öffnen der Manschette eintretende Gefäßerweiterung wurde durch Ultraschall genau bestimmt. Eine abgeschwächte Gefäßerweiterung deutet auf eine Funktionsstörung des Endothels hin, welche als wichtige Ursache der Arteriosklerose gilt.

Nachdem sie den Ausschnitt aus der Komödie gesehen hatten, war bei 19 der 20 Teilnehmer der FMD-Wert gesteigert (durchschittlich um 22%), nach dem Kriegsfilm verringerten sich bei 14 der 20 Probanden die FMD-Werte (durchschnittlich um 35%). Diese Effekte hielten auch noch 30 bis 45 Minuten nach der Filmvorführung an.

Die durch das Lachen hervorgerufenen Steigerungen des FMD-Wertes entsprechen in etwa den Änderungen, die in anderen Untersuchungen nach leichtem Sport gemessen werden konnten. Regelmäßiges Lachen könnte sich demnach ähnlich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken wie regelmäßiger leichter Sport. Die Forscher raten, zusätzlich zu regelmäßigem Sport noch zu mindestens 15 Minuten Lachen täglich.

April 2005

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