Informationsbroschüre über Diabetes mellitus / Blutzuckerbestimmung mit Kontaktlinsen...

Zwei Meldungen zum Thema "Diabetes":

 
Informationsbroschüre über Diabetes Mellitus

Das im März in der Reihe "Gesundheitsberichtserstattung des Bundes" vom Robert-Koch-Institut in Berlin herausgegebene Themenheft 24 gibt auf mehr als 30 Seiten Informationen über Diabetes mellitus. Die Broschüre geht u.a. auf die verschiedenen Formen von Diabetes, deren Ursachen, Risiken, Häufigkeit, Folgen sowie Präventions- und Therapiekonzepte ein.

So leiden schätzungsweise 5% der Deutschen an Diabetes mellitus, wobei etwa 90% der Betroffenen an einem Typ-2-Diabetes, der eng mit der Lebensweise, Ernährung und Bewegung zusammenhängt, erkrankt sind, etwa 5% der Diabetiker leiden am insulinpflichtigen Typ-1-Diabetes, der meist schon im Kindes- und Jugend-Alter auftritt. In vielen Fällen bleiben Diabeteserkrankungen jedoch über lange Zeit unentdeckt.

Häufig kommt es bei an Diabetes erkrankten Personen zu einer Einschränkung ihrer Lebensqualität und verkürzter Lebenserwartung durch Folgeschäden wie Augen-, Nerven- oder Nierenschädigungen, diabetischem Fußsyndrom oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gerade beim Typ-2-Diabetes, der mit der Ernährungsweise zusammenhängt, bestehen die größten Potentiale für die Prävention. Für die effektive Vorbeugung und Behandlung von Diabetes ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie eine aktive Einbeziehung der Patienten notwendig.

Das Themenheft 24 "Diabetes mellitus" kann beim Robert-Koch-Institut (RKI) bezogen werden, es ist auch als pdf-Datei auf der Internetseite des RKI abrufbar (www.rki.de -> "Gesundheitsberichtserstattung und Epidemiologie" -> "Gesundheitsberichtserstattung")

 

Blutzuckerbestimmung mit Kontaktlinsen

Forscher an der Universität in Baltimore, USA haben eine neue Methode zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels entwickelt, die es Diabetikern ermöglichen soll, sich ohne Blutabnahmen den ungefähren Blutzuckergehalt anzeigen zu lassen. Über Kontaktlinsen soll es möglich werden, den Zuckergehalt in der Tränenflüssigkeit zu bestimmen.

Für diese Tests kommen gewöhnliche Einweg-Kontaktlinsen, die zusätzlich Borsäure enthalten, zum Einsatz. Borsäure reagiert mit den Glukosemolekülen in der Tränenflüssigkeit, die entstehende Verbindung fluoresziert bei Bestrahlung mit blauem Licht. Für die Bestimmung des Blutzuckerspiegels leuchtet sich der Patient mit einer Lampe, die blaues Licht abgibt, in die Augen, je größer die Intensität des Fluoreszenzlichtes ist, desto größer ist der Zuckergehalt im Blut.

Die Forscher betonen, dass viele an Diabetes erkrankte Personen als Folge ihrer Krankheit nur noch schlecht sehen können und es daher für viele sehr hilfreich sein würde, wenn sie sich nicht mehr für die Bestimmung des Blutzuckerspiegels in den Finger stechen müssen, um etwas Blut abzunehmen.

Die weitere Entwicklung der Kontaktlinsen soll u.a. dahin laufen, dass diese in Zukunft in Abhängigkeit vom Blutzuckerspiegel ihre Farbe ändern können, so dass z.B. über die Farben rot-gelb-grün der Status des Blutzuckers angezeigt werden kann.

April 2005

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