Jährlich sterben weltweit 500 000 Babys an Tetanus...
Nach Berichten der Fachzeitschrift "The Lancet" sterben weltweit pro Jahr vier Millionen Babys, etwa 75% dieser Todesfälle könnten jedoch durch einfache Maßnahmen verhindert werden.
Besonders häufig tritt ein Kindstod in den ersten vier Lebenswochen in den armen Ländern wie Afghanistan, Äthiopien, China, Indien, Indonesion und Nigeria auf, meist infolge von Infektionen oder Frühgeburten. Eine sehr häufige Ursache für den frühen Kindstod ist der Wundstarrkrampf (Tetanus), an dem jährlich etwa 500 000 Babys sterben.
Fehlende Impfungen bei Schwangeren, mangelnde Hygiene bei der Geburt und fehlende medizinische Versorgung (mehr als 50% der Frauen in Afrika und Asien gebären ohne die Hilfe von Hebammen oder anderen qualifizierten Fachkräften, Antibiotika gegen Infektionen stehen nur selten zur Verfügung) begünstigen das Auftreten von Infektionen im Säuglingsalter. Durch bessere Hygienebedingungen und eine bessere medizinische Versorgung könnte ein Großteil der Infektionen und der Todesfällen vermieden werden.
Nach Angaben von Unicef müsste in den ärmsten Ländern, in denen auch die höchste Kindersterblichkeit auftritt, sehr viel mehr Geld in Gesundheitsmaßnahmen investiert werden, um Säuglinge zu schützen. Man geht davon aus, dass zusätzlich jährlich 3,1 Milliarden Euro notwendig wären.

