Zwischenmenschliches, Lust und Leidenschaft...
Wieder einige Meldungen aus dem Bereich "Zwischenmenschliches, Lust und Leidenschaft":
Tod beim Seitensprung
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin tritt bei mehr als der Hälfte der Männer, die bei oder kurz nach dem Sex sterben, der Tod bei einem Seitensprung mit der Geliebten oder einer Prostituierten auf. In den meisten Fällen ist die Todesursache dann ein Herzinfarkt oder andere Herzerkrankungen. Nur bei einem Viertel der auf diese Weise Verstorbenen waren vor dem Tod Herzbeschwerden bekannt gewesen.
Die Geliebten oder Prostituierten, bei denen die Männer "entschlummerten", waren im Durchschnitt 20 Jahre jünger als die Männer und 13 Jahre jünger als deren Ehefrauen.
Testosteron-Pflaster für Frauen mit sexuellen Dysfunktionen
Wenn Frauen über 50 keine Lust mehr auf Sex haben, kann dies an hormonellen Veränderungen liegen. Oft sind die Androgen- oder Dehydroepiandrosteron (DHEA)-Konzentrationen im Blut zu niedrig.
Frauen nach den Wechseljahren oder nach einer operativen Entfernung der Eierstöcke produzieren nur noch sehr wenig des "Lusthormons" Testosteron, was sich nicht selten negativ auf die Libido der Frauen auswirkt. Auch Medikamente wie Kortison, Thyroxin oder Östrogene führen zu einer verringerten Konzentration von Testosteron.
In einer Studie wurden nun 447 Frauen, die nach einer Ovarektomie darunter litten, wenig Lust auf Sex zu verspüren, mit einem Testosteron-Pflaster behandelt. Die Frauen hatten durch die Behandlung eine um 81% gesteigerte Häufigkeit befriedigender sexueller Aktivitäten - im Vergleich zu Frauen, die nur Placebo erhalten hatten, eine Steigerung um 30%.
Durch das Hormonpflaster soll der Testosteronspiegel auf die Werte, wie sie vor den Wechseljahren bzw. vor der Entfernung der Ovarien vorlagen, wieder angehoben werden. Ein Zulassungsantrag bei der amerikanischen Behörde FDA soll in diesem Jahr gestellt werden, Daten über die Langzeitverträglichkeit des Pflasters liegen jedoch noch nicht vor.
Bei manchen Frauen nach den Wechseljahren kann auch eine durch Östrogenmangel verursachte Scheidentrockenheit die Lust auf Sex nehmen. In diesen Fällen helfen lokale Östrogengaben.
Unterschiedliche Wirkung von erotischen Bildern auf Männer und Frauen
Eine in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" veröffentlichte US-amerikanische Studie untersuchte die Wirkung von erotischen Bildern und Videos auf das Verlangen nach Sex. Mittels funktionaler Kernspintomographie (fMRI) wurden der linke Bereich der Amygdala (Mandelkern) sowie der Hypothalamus als die für das Sex-Verlangen maßgeblichen Hirnareale bestätigt. Bei Tieren war dies bereits bekannt, bei Menschen wurde es in der aktuellen Studie erstmals nachgewiesen.
Sowohl Männer als auch Frauen wurden durch die Betrachtung von Bildern von Paaren beim Liebesspiel zwar stark erregt, bei den Frauen zeigte sich jedoch eine deutlich schwächere Reaktion in der linken Amygdala als bei den Männern. Bei den Männern führten daher die erotischen Bilder zu einem Verlangen nach sofortigem Sex, während sich bei den Frauen die Erregung nicht automatisch in sexuelle Motivation übertrug.

