Kein Rückgang an AIDS-Erkrankungen ...
Seit 3 Jahren stagniert in Deutschland die Zahl der Menschen, die jährlich neu an Aids erkranken. Durch die Einführung der antiretroviralen Kombinationstherapie gab es in den 90iger Jahren einen langjährigen Rückgang an Aids-Erkrankungen. Das Robert-Koch-Institut geht nun jedoch - bei 800 Neuerkrankungen pro Jahr - von einer leichten Zunahme der Aids-Erkrankungen aus.
In Deutschland infizieren sich ca. 2000 Menschen pro Jahr an HIV. Insgesamt leben in Deutschland 39 000 HIV-Positive. 5000 von ihnen sind bereits im Stadium Aids. Zum Teil mag man diese Trendwende damit erklären, dass die langjährige Kombinations-Therapie von HIV-Infizierten mit antiretroviralen Medikamenten ihre Kraft verliert. Die Hauptursache liegt jedoch woanders. Bis zum Ausbruch von Aids wissen 4 von 5 Erkrankten nichts von ihrer HIV-Infektion und werden deshalb gar nicht behandelt. Die frühzeitige Diagnose der HIV-Infektion sollte angestrebt werden. Damit hätten HIV-Positive die Chance, sich frühzeitig adäquat behandeln zu lassen.

