Höheres Risiko ungewollter Schwangerschaften bei übergewichtigen Frauen...

US-amerikanische Forscher zeigten in einer Studie mit ca. 800 Versuchsteilnehmerinnen, dass übergewichtige Frauen ein erhöhtes Risiko haben, trotz Pille schwanger zu werden.

Bei 284 Frauen, die trotz Einnahme der Pille schwanger wurden, sowie bei 533 Frauen ohne ungewollte Schwangerschaft wurden Gewicht und Body-Mass-Index (BMI) ausgewertet. Ab einem BMI von 27,3 (ab einem BMI von 25 gilt man als übergewichtig, ab 30 als fettleibig) besteht demnach ein deutlicher Zusammenhang zwischen Gewicht und ungewollter Schwangerschaft. Bei übergewichtigen Frauen war das Risiko, trotz Einnahme der Anti-Baby-Pille schwanger zu werden, um 60% erhöht, bei extrem adipösen Frauen um 70%.

Als mögliche Gründe für diese Ergebnisse sehen die Versuchsleiter zum einen den erhöhten Stoffwechsel und die größere Produktion von Leberenzymen bei Übergewichtigen, was zu einer kürzeren Wirkdauer von Medikamenten und einem schnelleren Abbau der Wirkstoffe führen kann. Zudem können die Hormone der Anti-Baby-Pille bei übergewichtigen Frauen auch sehr schnell ins Fettgewebe eingebaut werden und stehen so dem Stoffwechsel und dem eigentlichen Wirkungsort nicht mehr zur Verfügung.

Füllige Frauen sollten jedoch auf keinen Fall  zu höher konzentrierten Pillen greifen, da die Gefahr von Nebenwirkungen zu hoch sei. Neben Gewichtsreduzierung stelle die (zusätzliche) Anwendung anderer Verhütungsmittel, wie z.B. Kondome, eine Möglichkeit dar, eine Schwangerschaft effektiver zu verhindern.

Noch eine Meldung zum Thema Schwangerschaft:

In einer Studie der Universität Boston wurde die Theorie, dass männliche Ungeborene eine höheren Energiebedarf als weibliche haben, untermauert. Eine Analyse der Ernährungsgewohnheiten von 244 Schwangeren zeigte, dass Frauen, die männlichen Nachwuchs in sich trugen, ca. 10% mehr Energie (9% mehr Kohlenhydrate, 8% mehr Proteine, 11% mehr tierische Fette, 15% mehr pflanzliche Fette) zu sich nahmen als Schwangere, die ein Mädchen erwarteten. Man vermutet, dass die männlichen Embryonen ihren Müttern ein entsprechendes Signal geben, evtl. ist dies das frühe Testosteron, das in den Hoden des Embryos gebildet wird.

März 2005

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