"Gebrochenes Herz": Herzbeschwerden nach einem emotionalen Schock...

Eine Studie der John Hopkins Universität in Baltimore, USA zeigte, dass es nach einem emotionalen Schock tatsächlich zu Herzbeschwerden und dem sprichwörtlichen "gebrochenen Herzen" kommen kann.

Für die Studie wurden 19 Patienten, die mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden waren und die kurz vorher einen schweren emotionalen Schock erlitten hatten, untersucht. Auslöser des Schocks waren z.B. die Nachricht vom Tod eines nahestehenden Angehörigen, ein Raubüberfall, heftige Auseinandersetzungen. 

Die Symptome der traumatisierten Patienten, meist ältere Frauen, glichen denen eines Herzinfarktes: Schmerzen im Brustbereich, Herzversagen, Kurzatmigkeit, Flüssigkeit in den Lungen. Die klinische Diagnose sprach jedoch gegen einen Herzinfarkt, da ein Herzkatheder keine verschlossenen Herzkranzgefäße zeigte und im Blut kein Hinweis auf den Untergang von Herzmuskelzellen zu finden war. Das Auftreten der Substanzen Troponin und Kreatinkinase im Blut ist Zeichen für abgestorbene Herzmuskelzellen, ihre Werte steigen nach einem Herzinfarkt stark an. Bei den 19 Patienten der Studie waren die Konzentrationen dieser Substanzen jedoch nur anfangs und nur schwach erhöht und gingen dann wieder auf den Ausgangswert zurück. 

Deutlich erhöhte Werte wiesen jedoch im Blut der geschockten Herzpatienten die Stresshormone, vor allem Adrenalin und Noradrenalin auf. Die Konzentration dieser Hormone lag 7-34mal höher als bei gesunden, emotional ausgeglichenen Menschen und zwei- bis dreimal so hoch wie bei Herzinfarktpatienten. Auch eine Woche nach dem schockierenden Ereignis wurden noch sehr hohe Werte der Stresshormone festgestellt. 

Die verstärkte Ausschüttung von Adrenalin und anderen Stresshormonen führte nach Ansicht der Versuchsleiter zu einer Betäubung des Herzens und den einem Herzinfarkt ähnlichen Symptomen. Ohne Behandlung könnte eine lebensbedrohliche Situation auftreten.

Im Gegensatz zu Patienten mit Herzinfarkt trat bei den Herzpatienten mit emotionalem Schock keine irreversible Schädigung des Herzmuskels auf. Spätestens nach zwei Wochen erholten sich die Herzen der geschockten Patienten wieder.

März 2005

Musik hilft gegen Einschlafstörungen...
"Gebrochenes Herz": Herzbeschwerden nach einem emotionalen Schock...
Impfung mit Impf-Kartoffeln..
Aggressives AIDS-Virus: Besseres Schutzverhalten gefordert...
Höheres Risiko ungewollter Schwangerschaften bei übergewichtigen Frauen...
Johanniskraut auch bei schweren Depressionen wirksam und gut verträglich...
Autistische Kinder durch Allergien, Asthma oder Schuppenflechte während der Schwangerschaft...
Darmkrebs als häufigste Krebs-Neuerkrankung in der EU / Wirkungsweise pflanzlicher Tumorhemmer / Hunde können Krebs erschnüffeln...
Zähneputzen kann vor Schlaganfall oder Herzinfarkt schützen und hilft beim Fasten...
Bauchtanz gegen Rückenschmerzen...

Information

Newsletter/Kurse

KITSky

Haben Sie noch Fragen?

  • Tel: 0721-883363

Facebook, Twitter

Tipp des Monats

  • Dr. Dr. Hilderbrand - Prüfungsfragen Innere Medizin

Kompakt-Ausbildung

  • Kompakt-Ausbildung - zum Bereich für Kursteilnehmer
    geht es hier

Jahresprospekt

  • Das aktuelle kreawi-Jahresprospekt können Sie sich hier herunterladen