Aggressives AIDS-Virus: Besseres Schutzverhalten gefordert...
Nachdem kürzlich in New York ein extrem aggressives Aids-Virus entdeckt worden ist, rufen die Gesundheitsbehörden wieder verstärkt zu einem besseren Schutzverhalten gegen AIDS auf.
Das neu entdeckte Virus führte innerhalb weniger Wochen nach der Ansteckung zum Vollbild AIDS, normalerweise beträgt die Zeit zwischen Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit zehn Jahre oder mehr. Zudem war das neue "Super-Virus" gegen drei der vier üblichen AIDS-Medikamente resistent.
Schon seit längerer Zeit beklagen die Gesundheitsämter eine zunehmende Gelassenheit im Umgang mit Geschlechtskrankheiten und HIV, die anfängliche Panik und Nachdenklichkeit nach der Entdeckung des HIV-Virus in den achtziger Jahren ließ im Laufe der Zeit nach, da immer bessere Behandlungsmöglichkeiten für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke existierten und eine HIV-Infektion von vielen als "kalkulierbares Risiko" eingestuft wurde.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung äußerte sich besorgt über die zunehmende Zahl an HIV-Neuinfektionen in Westeuropa, vor allem bei homosexuellen Männern. Bei einer Studie stellte sie zudem fest, dass immer weniger Menschen zu Beginn einer neuen Beziehung, bei häufiger wechselnden Partnern oder bei kurzen Affären Kondome benutzen. In über 80% der HIV-Neuinfektionen wurde das Virus durch sexuelle Kontakte übertragen. In Deutschland gibt es pro Jahr ca. 700 bis 800 AIDS-Tote.
Eine britische Studie machte deutlich, dass bei britischen Frauen zwischen 45 und 64 Jahren in den vergangenen Jahren immer mehr Geschlechtskrankheiten aufgetreten waren. Der Anteil der über 40-jährigen Frauen an den im Jahr 2003 festgestellten AIDS-Fälle lag bei 7%. Nach den Wechseljahren verhüteten viele Frauen nicht mehr, vor allem Kondome, die vor Infektionen schützen können, wurden nicht mehr eingesetzt.

