Wirkungsweise des "guten" Cholesterins...
Cholesterin wird im Körper hauptsächlich in zwei Lipoproteinklassen transportiert, welche unterschiedliche Auswirkungen auf die Blutgefäße und Arteriosklerosebildung haben::
LDL-Cholesterin (low density lipoproteins):
Dieses "schlechte" Cholesterin wird als Arteriosklerosefaktor angesehen.
HDL-Cholesterin (high density lipoproteins):
Dieses "gute" Cholesterin hat eine Schutzwirkung für die Gefäßwand und schützt vor Gefäßkrankheiten.
Ein internationales Forscherteam hat die Wirkungsweise des HDL-Cholesterins untersucht und kam zu folgendem Ergebnis: HDL-Cholesterin scheint eine wesentliche Rolle in der Eng- oder Weitstellung der Blutgefäße zu spielen, indem es sich an Rezeptoren an den Endothelzellen der Blutgefäße bindet und dadurch die Freisetzung des Gases Stickstoffmonoxid (NO) aus den Zellen anregt. Wird NO freigesetzt, erschlaffen Muskelzellen in den tieferen Schichten der Gefäßwand und die Gefäße erweitern sich.
Herrscht ein Mangel an HDL-Cholesterin, wird zu wenig NO freigesetzt und die Gefäßweitung bleibt aus. Auf Dauer kann es zur Veränderung der Gefäßwand, Thrombenbildung und letztendlich Arteriosklerose kommen.
Für die Freisetzung des NO ist nicht das komplette HDL-Molekül, sondern nur drei spezielle Untereinheiten des HDL-Cholesterins verantwortlich. Diese Erkenntnisse können ein wichtiger Ausgangspunkt für die Entwicklung von neuen Medikamenten gegen Arteriosklerose sein.

