HIV in Afrika: mehr Infektionen durch Spritzen als durch Sex ...

In den Ländern südlich der Sahara leben nach Auskunft der WHO 70 Prozent der HIV-Infizierten.

Einer neuen Studie zufolge sind in Afrika verseuchte Spritzen und Nadeln für mehr HIV-Infektionen verantwortlich als ungeschützter Sex.

Nur ein Drittel der HIV-Infektionen würden durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen.

Die Verbreitung von HIV in Afrika sei eng mit dem dortigen Gesundheitswesen verknüpft, so die Experten. Das größte Risiko gehe von kontaminierten Spritzen aus. Das widerspreche komplett allen jahrelang für sicher gehaltenen Meinungen über die Ausbreitung der Seuche. Forscher gingen bisher davon aus, dass sich 90 Prozent der HIV- Infizierten in Afrika bei heterosexuellen Kontakten angesteckt hatten. I

(Verschiedene Fachartikel publiziert in der März-Ausgabe des "International Journal of Sexual Transmitted Diseases and Aids".)

März 2003

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