Erhöhtes Sterberisiko bei geschiedenen Männern, Singles und Verwitweten...
Eine in der Zeitschrift "Psychologie Heute" veröffentlichte Studie der Universitäten Heidelberg und Bremen analysierte bei über 12000 Deutschen Daten zu Familienstand und Sterblichkeit.
Bei geschiedenen Männern wurde dabei eine um 66% erhöhte Sterberate im Vergleich zu Männern in stabilen Beziehungen festgestellt. Bei Frauen führte eine Scheidung nicht zu einer höheren Sterblichkeit.
Eine Erklärung für diesen Unterschied ist, dass sich Frauen in einer Partnerschaft nicht nur auf den Partner fixieren, sondern sich daneben ein soziales Netzwerk aufbauen, auf das sie auch nach einer Trennung vom Partner zurückgreifen können. Männer hingegen bauen in einer Partnerschaft hauptsächlich auf die emotionale und soziale Unterstützung ihrer Frau, bei einer Trennung fällt dieser wesentliche Faktor für sie weg.
Ein erhöhtes Sterberisiko, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, wurde zudem auch bei Alleinstehenden und Verwitweten festgestellt: Bei männlichen Singles ist die Sterblichkeit um 47% erhöht, bei weiblichen Singles um 59%, nach dem Tod des Partners stieg die Sterberate bei den Männern um 39%, bei den Frauen um 35%.


