Singen hält gesund und macht froh...

Forscher der Frankfurter Universität haben bei einer Studie mit 40 Sängern eines Frankfurter Laienchors herausgefunden, dass Singen die Abwehrkräfte stärkt und die Stimmung hebt, Musik hören jedoch keinen positiven Effekt hat.

Vor der Chorprobe und eine Stunde danach wurde der Gehalt an Immunglobulin A (IgA) gemessen, zudem wurden die Sänger gefragt, ob sie sich eher gut oder schlecht fühlen. Eine Woche später wurde den Sängern die Aufzeichnung des Musikstückes vorgespielt, der Chor durfte nicht selbst singen.

Während beim Singen die Konzentration an IgA signifikant erhöht war, wurde beim Anhören der Musik kein Effekt beobachtet. Zudem fühlten die Sänger nach der "aktiven" Chorprobe eine deutlich positivere Stimmung, dies war beim bloßen Zuhören nicht der Fall.

Dass es sich bei dem geprobten Musikstück um Mozarts Requiem handelte, hat keinen Einfluss auf das Ergebnis. Die Art der Musik, die man singt, scheint unerheblich zu sein.

Studienleiter Hans Günther Bastian deutet diese Ergebnisse so, dass sich Singen nicht nur positiv auf die subjektive Stimmung auswirkt, sondern auch physiologische Vorgänge des vegetativen Nervensystems positiv beeinflusst kann.

Februar 2004

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