Rezeptor im Gehirn als Ansatzpunkt für Suchttherapie?...
Kanadische Forscher an der Universität Toronto haben bei Untersuchungen an Ratten einen Rezeptor im Gehirn entdeckt, der, von einem Enzym kontrolliert, als "Schalter" zwischen einem Suchtzustand und Nicht-Suchtzustand umschalten kann. Die bisherige Theorie ging davon aus, dass Suchtanpassungen im Gehirn ein langer und kontinuierlicher Prozess sind.
Der als GABA-A bezeichnete Rezeptor liegt im ventralen Mittelhirn und zwar im Bereich der limbischen Zentren, wo auch positive Gefühle entstehen.
Wurden den Ratten Medikamente verabreicht, die auf das den Rezeptor kontrollierende Enzym wirkten, so verschwand eine Drogenabhängigkeit innerhalb von Stunden - normalerweise dauert ein Entzug mehrere Wochen.
Da beim Menschen dieselben Signalwege wie bei der Ratte existieren, hofft man nun, neue Ansätze bei der Suchttherapie zu finden.

