Probleme im Schlaf lösen? / Nächtliches Zähneknirschen...
Zwei Meldungen zum Thema "Schlafen":
Probleme können wirklich im Schlaf gelöst werden
Eine in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlichte Untersuchung von Schlafforschern der Universitäten Lübeck und Köln hat gezeigt, dass sich manche Probleme tatsächlich leichter lösen lassen, wenn man eine Nacht darüber schläft.
Drei Gruppen von Testpersonen sollten in Zahlenreihen eine verborgene Struktur entdecken. Eine Gruppe durfte das Problem eine Nacht überschlafen und sich dann nochmals der Aufgabe stellen, eine zweite Gruppe nahm die Aufgabe nach durchwachter Nacht nochmals in Angriff, eine Kontrollgruppe wurde morgens das erste Mal getestet, verbrachte dann den Tag normal und stellten sich am frühen Abend der Aufgabe ein zweites Mal.
Von den Testpersonen, die nachts geschlafen hatten, lösten doppelt so viele die Aufgabe wie von denen der zweiten Gruppe. Das Argument, dass bei der zweiten Gruppe eine Übermüdung der Grund für das schlechte Abschneiden sei, wurde dadurch widerlegt, dass auch die Kontrollgruppe, die nicht sonderlich erschöpft oder müde war, ähnlich schlechte Ergebnisse zeigte..
Die Forscher gehen davon aus, dass während des Schlafens Informationen zwischen den Gehirnteilen weitergegeben werden. Neue Situation werden zunächst im Hippocampus zwischengespeichert, während des Schlafens werden diese Informationen wieder reaktiviert, an die Hirnrinde weitergeleitet und dort mit dem Langzeitgedächtnis verknüpft. Das heißt, dass im Schlaf frische Gedächtnisinhalte neu organisiert werden und daher am nächsten Tag besser abrufbar sind.
Nächtliches Zähneknirschen...
Laut einem Artikel der Apotheken Umschau leidet jeder dritte Erwachsene im Laufe seines Lebens zeitweise an Bruxismus, d.h. knirscht mit den Zähnen oder presst die Zähne nachts fest zusammen. Rund 80% der Betroffenen sind Frauen zwischen 30 und 45 Jahren, bei 10-15% entwickeln sich Schäden am Kauapparat. Der Zahnschmelz wird abgeschliffen, es kann zu Rissen im Zahnschmelz kommen, die Muskeln verhärten, die Kiefergelenke können zu Schaden kommen. Teilweise strahlen die Schmerzen auch in Kopf, Hals und Nacken aus.
Die Ursachen für Bruxismus sind neben schlecht sitzenden Füllungen oder Brücken o.ä. und Zahnfehlstellungen auch tagsüber unterdrückte Aggressionen, Ärger, Stress, Trauer, Sorgen.
Eine erste Abhilfe bei nächtlichem Knirschen liefert eine vom Zahnarzt individuell angepasste Aufbiss-Schiene aus Kunststoff, welche die Zähne von Ober- und Unterkiefer auf Abstand hält. Um die eigentliche Ursache des Knirschens bearbeiten zu können, sollte jedoch ggf. auch auf Entspannungstechniken oder Psychotherapie zurückgegriffen werden.
Bei morgendlichen Schmerzen vom Unterkiefer bis zu den Schläfen empfiehlt die Apotheken Umschau u.a. eine Wärmepackung mit einem Dinkel- oder Kirschkernkissen.

