Immer weniger Spermien...

Schottische Wissenschaftler vom Aberdeen Fertility Center stellten bei einer Untersuchung von 16 000 Spermaproben aus den Jahren 1989 bis 2002 fest, dass die durchschnittliche Spermiendichte in diesem Zeitraum um 29% gesunken ist (von 87 Millionen Spermien/ml Ejakulat im Jahr 1989 auf 62 Millionen im Jahr 2002).

Die genauen Ursachen dieses Rückganges sind noch zu untersuchen, zum einen nimmt, biologisch bedingt, mit zunehmendem Alter die Zahl der Spermien ab, zum anderen spielen jedoch auch genetische und umweltbedingte Faktoren eine Rolle.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch deutsche Untersuchungen: Das Universitätsklinikum Eppendorf  in Hamburg fand heraus, dass die durchschnittliche Spermienzahl pro Jahr um etwa 2% abnimmt. In einem weiteren Forschungsprojekt soll die männliche Fertilität genauer untersucht werden. In ca. 40% der Fälle von unerfülltem Kinderwunsch liegt die Ursache bei den Männern, in 20% bei beiden Partnern.

Februar 2004

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