Brustkrebs durch Benutzung von Deodorants?...
Kontroverse Studien zum Thema "Brustkrebs durch Deodorants?":
Gemäß einem Artikel des "Journal of Applied Toxicology" könnte es einen Zusammenhang zwischen Brustkrebserkrankungen und der Benutzung von Paraben-haltigen Deodorants oder Kosmetika geben. Paraben wird als Konservierungsmittel in manchen Kosmetika eingesetzt. Bei einer Studie der britischen Universität Reading wurden 20 Brustkrebs-Tumoren untersucht, dabei wurden in 18 Fällen im Gewebe Rückstände von Paraben entdeckt.
Ob tatsächlich ein kausaler Zusammenhang besteht, d.h. Paraben eine krebsauslösende Wirkung hat, kann nach dieser Studie jedoch nicht entgültig bewiesen werden, da nur eine recht geringe Anzahl von Tumoren untersucht wurde.
Die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt, unter Berufung auf die britische Studie, auf Deodorants und Kosmetika, die Paraben enthalten, zu verzichten, da ein Zusammenhang zwischen Paraben und Brustkrebs nicht ausgeschlossen werden könne. Das Konservierungsmittel Paraben hat eine östrogenähnliche Wirkung, Östrogen gilt als Wachstumsfaktor für Brustkrebs.
Paraben ist hierzulande nur in wenigen Deodorants enthalten, daher bestehe kein Grund zur Panik. Gelangt Paraben über andere Wege in den Körper, z.B. über den Magen-Darm-Trakt, wird es im Körper abgebaut und kann nicht bis in das Brustdrüsengewebe gelangen.
Eine im "New Scientist" veröffentlichte amerikanische Untersuchung der University in Chicago ergab, dass Frauen, die regelmäßig Deos benutzen und ihre Achselhaare rasieren, möglicherweise ein höheres Risiko für Brustkrebserkrankungen haben. Jedoch führen sie dieses auf Aluminiumbestandteile im Deo zurück. Eine vor zwei Jahren zum selben Thema durchgeführte amerikanische Studie konnte jedoch keinen Zusammenhang feststellen.

