Verwirrung um Acrylamid ...

Noch vor wenigen Tagen hatten Experten der Universität Köln in einer Anhörung vor dem Bundestag vor Acrylamid gewarnt: Die Gefahr durch Acrylamid in Lebensmitteln sei möglicherweise größer als bisher angenommen. Das Gift könnte in Deutschland jährlich für bis zu 10.000 Krebstote verantwortlich sein.

Nun geben Wissenschaftler des Karolinska-Instituts in Stockholm Entwarnung: Eine im "British Journal of Cancer" veröffentlichte wissenschaftliche Studie die das Essverhalten von 987 Krebspatienten und 538 gesunden Personen verglich, hatte keinen Beleg für eine Erhöhung des Krebsrisikos durch Acrylamid ergeben. Die Wissenschaftler folgern daraus, dass das beim starken Erhitzen von Pommes Frites und anderen stärkehaltigen Lebensmitteln entstehende Acrylamind in den üblicherweise mit dem Essen aufgenommenen Mengen keinen Einfluss auf das Auftreten häufiger Krebsformen wie Darm-, Nieren- oder Blasenkrebs hat.

Viele Wissenschaftler bleiben dennoch skeptisch. Eine verlässliche Risikoeinschätzung ist mit den bisher vorliegenden widersprüchlichen Daten noch nicht abschließend möglich.

Februar 2003

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