Schlafmangel führt zu Gewichtszunahme und Burnout-Syndrom...

Zwei Meldungen zum Thema Schlafmangel:

Gewichtszunahme durch Schlafmangel 

Bereits in früheren Studien war ein Zusammenhang zwischen Schlafmangel und erhöhtem BMI (Body Mass Index) festgestellt worden. Neue Untersuchungen konnten die Ursache dieses Phänomens aufklären:

Eine US-amerikanische Forschergruppe wertete die Daten einer Studie mit 1.024 Teilnehmern aus. Dabei wurden die von den Probanden geführten Schlaftagebücher, die Daten des Schlaflabors sowie die eingefrorenen Blutproben analysisert.

Im Blut wurden insbesondere die Konzentrationen der Peptidhormone Leptin und Ghrelin bestimmt. Leptin wird in den weißen Adipozyten gebildet, es bremst die Nahrungsaufnahme und kurbelt den Energieverbrauch an. Ghrelin wird vor allem im Magen gebildet, regt den Appetit an und verstärkt die Bildung von Fett.

Bei denjenigen Studienteilnehmern, die weniger als fünf Stunden Schlaf hatten, war die Konzentration an Leptin um 14,9% niedriger als bei den Probanden mit 8 Stunden Schlaf, der Spiegel an Ghrelin war um 15,5% erhöht. Dabei spielten Geschlecht, Fitness, Gewicht oder Essverhalten der Studienteilnehmer keine Rolle.

Die Studie ergab, dass eine Stunde weniger Schlaf zu einem Anstieg des BMI um 3,6% führte. Allerdings erhöhte sich der BMI auch bei einer Schlafdauer von über 8 Stunden.

Burnout-Syndrom durch Schlafmangel 

Eine schwedische Studie am Karolinska-Institut in Stockholm untersuchte einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Faktor "Schlaf" und dem Auftreten des Burnout-Syndroms.

Für die Untersuchungen wurden 35 wegen Burnout-Syndrom seit mindestens drei Monaten arbeitsunfähige Patienten betrachtet. Alle Betroffenen schliefen nur 4 bis 5 Stunden pro Nacht, die Tiefschlafphase war im Vergleich zu Gesunden um 40% reduziert.

Durch eine speziell entwickelte Verhaltenstherapie mit strikter Schlafhygiene wurde nach sechs bis zwölf Monaten eine deutliche Reduzierung der Schlafstörungen erzielt und 60% der Patienten konnten wieder ihrer Arbeit nachgehen.

Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen lässt sich folgern, dass nicht Stress oder die hohen Arbeitsbelastungen ursächlich für das Burnout-Syndrom verantwortlich sind und Menschen eigentlich gut mit Stresssituationen leben können, sondern erst ein stark gestörter Schlaf zu den bekannten Burnout-Symptomen führt.

Januar 2005

Schlafmangel führt zu Gewichtszunahme und Burnout-Syndrom...
Blutvergiftung als dritthäufigste Todesursache in Deutschland...
Häufige Ultraschalluntersuchungen während Schwangerschaft ohne negative Folgen für das Kind...
Allergien: Früherkennung und frühzeitige Behandlung sind wesentlich...
Stetige Zunahme von Krebsfällen bei Kindern...
Viele Kinder und Jugendliche unter den Notfallpatienten...
Verringerte Zeugungskraft durch Laptops? / Unfruchtbarkeit durch Chlamydien...
Ernährung: Fernsehen bietet wenig Aufklärung, DGE veröffentlicht 10 neue Regeln für gesunde Ernährung...
Hilfe bei Mobbing...
Arzneipflanze 2005: Der Gartenkürbis...

Information

Newsletter/Kurse

KITSky

Haben Sie noch Fragen?

  • Tel: 0721-883363

Facebook, Twitter

Tipp des Monats

  • Dr. Dr. Hilderbrand - Prüfungsfragen Innere Medizin

Kompakt-Ausbildung

  • Kompakt-Ausbildung - zum Bereich für Kursteilnehmer
    geht es hier

Jahresprospekt

  • Das aktuelle kreawi-Jahresprospekt können Sie sich hier herunterladen