Hilfe bei Mobbing...
In Deutschland geht man von ca. 1,5 Millionen Mobbing-Opfern aus, jeder Zehnte ist mindestens einmal in seinem Berufsleben Ziel von Mobbing-Attacken. Der Begriff "Mobbing" kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie "Anpöbeln". Im Berufsleben stellt sich Mobbing so dar, dass ein Opfer systematisch psychisch fertig gemacht und letztendlich oft auch von seinem Arbeitsplatz weggedrängt wird.
Der in Augsburg neu gegründete Verein "Gemeinsam gegen Mobbing e. V." will Opfern von Mobbing weiterhelfen. Ziel des Vereins ist eine Organisation von Selbsthilfegruppen, Erfahrungsaustausch, er will Opfern Informationen über spezialisierte Ärzte, Psychologen, Pädagogen und Anwälte geben, vermittelt Seminare und bietet Vorträge zum Thema an. Eine (kostenpflichtige) Mitgliedschaft im Verein bietet eine Plattform für Erfahrungsaustausch, eine Kontaktbörse, ein Forum für Betroffene sowie Hilfe zur Bewältigung und Prävention von Mobbing.
Nach einem Bericht der "Ärzte Zeitung" rät der Vorsitzende des Vereins, Wilfried Burger, Rechtsanwalt und Spezialist für Arbeitsrecht, Betroffenen, ein "Mobbing-Tagebuch" zu führen, in dem die Art der Übergriffe und Zeugen genau festgehalten werden. Dies kann für spätere arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen sehr wertvoll sein. Wichtig bei Mobbing seien auf jeden Fall offene Gespräche, damit z.B. die Vorgesetzten überhaupt mitbekommen, was in der Firma vor sich geht. Auch solle man zwischen systematischem Mobbing und persönlichen Konflikten unterscheiden.

