Ernährung: Fernsehen bietet wenig Aufklärung, DGE veröffentlicht 10 neue Regeln für gesunde Ernährung...

Zwei Meldungen aus dem Bereich Ernährung:


Fernsehen tut wenig für Aufklärung über gesunde Ernährung

Eine vom Bundesministerium für Verbraucherschutz in Auftrag gegebene Studie der Universität Erfurt beschäftigte sich mit dem Thema "Ernährung im Fernsehen" und wertete dazu 1.344 Programmstunden der acht größten deutschen Fernsehsender aus.

Während Ernährung, Essen und Trinken in ca. 12% der Sendezeit direkt oder am Rande der Handlung eine Rolle spielen, vermitteln die Fernsehsendungen kaum eine Aufklärung über gesunde Ernährung. Ein Viertel der in den Sendungen gezeigten Lebensmittel waren Süßigkeiten oder fetthaltige Snacks, ein Sechstel alkoholische Getränke. Obst und Gemüse waren kaum zu sehen. Nur ca. 10% dieser Sendungen boten wirkliche Aufklärung über richtige Ernährung.

Eine Umfrage unter 1.060 Personen zwischen 16 und 75 Jahren zeigte, dass nur 42% der Befragten das Gefühl hatte, gut über Risiken von Lebensmitteln informiert zu sein, wobei der Anteil der Gut-Informierten zunahm, je mehr sie die öffentlich-rechtlichen Sender angeschaut hatten. Nur ganz wenige setzten das Fernsehen gezielt ein, um sich über gesunde Ernährung zu informieren. Gesundheitsbewusste Menschen verbringen auch generell weniger Zeit vor dem Fernsehen.

 


10 neue Regeln der DGE für vollwertiges Essen und Trinken

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat vor kurzem ihre 10 Regeln für vollwertiges Essen und Trinken auf Basis aktualisiert.

Die 10 Regeln im Überblick:

  1. Vielseitig essen
  2. Reichlich Getreideprodukte – und Kartoffeln 
  3. Gemüse und Obst – Nimm "5" am Tag … 
  4. Täglich Milch und Milchprodukte; ein- bis zweimal in der Woche Fisch, Fleisch, Wurstwaren sowie Eier in Maßen;  
  5. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel 
  6. Zucker und Salz in Maßen 
  7. Reichlich Flüssigkeit 
  8. Schmackhaft und schonend zubereiten 
  9. Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie Ihr Essen 
  10. Achten Sie auf Ihr Gewicht und bleiben Sie in Bewegung

 

(Die ausführlichen Empfehlungen der DGE gibt es auch als pdf-Dokument zum Herunterladen)

Januar 2005

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