Arzneipflanze 2005: Der Gartenkürbis...
Der Gartenkürbis (Cucurbita pepo) wurde vom Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg zur "Arzneipflanze 2005" ernannt. Sowohl in der alternativen Medizin als auch in der Schulmedizin ist der gesundheitliche Nutzen des Kürbis, gerade bei Problemen mit der Blase und beim Harnlassen, eindeutig bestätigt.
In seiner Heimat Mittel- und Südamerika wird der Kürbis schon seit Tausenden von Jahren kultiviert, in Europa ist er seit dem 16. Jahrhundert bekannt.
Medizinisch zum Einsatz kommen Kürbiskerne oder das aus ihnen gewonnene Kürbiskernöl. Sie sorgen für eine normale Blasenfunktion, stärken die Muskulatur der Blase, wirken Beschwerden beim Wasserlassen entgegen und besitzen eine Heilwirkung bei Prostatavergrößerungen im Anfangsstadium. Kürbiskerne bzw. Kürbiskernöl sind reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie Mineralstoffen und Spurenelementen.
Die positive Wirkung auf die Blase und Prostata soll insbesondere von den Kürbis-Inhaltsstoffen Selen, Linolsäure (koordiniert die Blasenmuskeln), Vitamin E (stärkt Bindegewebe und Muskeln) sowie den Aminosäuren Glutaminsäure und Citrullin (wirken auf das Prostatagewebe ein) herrühren.

