Pfefferminze: Arzneipflanze des Jahres 2004...
Arzneipflanze des Jahres 2004 ist die Pfefferminze (Mentha x piperita). Im Jahr 2003 war dieser Titel an die Artischocke verliehen worden.
Der Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" an der Universität Würzburg, von dem die Entscheidung gefällt wurde, hat sich bei der Wahl bewusst für eine tagtäglich eingesetzte Heilpflanze entschieden.
Für therapeutische Zwecke können die Blätter (Menthae piperitae folium), die Ganz- oder Schnittdroge sowie das Pfefferminzöl eingesetzt werden.
Mit den Inhaltsstoffen der Pfefferminze, deren Name auf ihren scharfen Geschmack zurückzuführen ist, lässt sich nicht nur der erfrischende Pfefferminztee, sondern auch eine ganze Reihe von Medikamenten herstellen. Das Kraut der Pfefferminze enthält ätherisches Öl, mit dem Hauptbestandteil Menthol, sowie Gerbstoffe und Flavonoide
Einige häufige Anwendungen der Pfefferminze:
Erkältungskrankheiten
Pfefferminztee besitzt eine antibakterielle und antivirale Wirkung. Eine Inhalation wirkt hat aufgrund des Mentholgehalts der Pfefferminze einen bronchospasmolytischen Effekt.
Beschwerden im Magen-Darm-Bereich
Pfefferminztee weist, durch das in der Pfefferminze enthaltene ätherische Öl, vermutlich jedoch auch durch ihre Flavonoide, eine krampflösende und blähungstreibende Wirkung auf, steigert die Gallensekretion und stimuliert die Magen- und Darmmotilität.
Spannungskopfschmerzen:
Eine lokale Anwendung von Pfefferminzöl auf der Haut führt zu einer Stimulation der Kälterezeptoren und erzeugt ein lang anhaltendes Kältegefühl im behandeltem Bereich. Die Anregung der Kälterezeptoren unterdrückt die Schmerzweiterleitung
Wirkung gegen Übelkeit und Erbrechen:
Pfefferminzöl besitzt eine anästhesierende Wirkung auf die Magenschleimhaut
Rheumatische Erkrankungen:
Ein Einreiben mit Pfefferminzöl wirkt bei Nerven- und Gliederschmerzen sowie Weichteilrheumatismus schmerzstillend
VORSICHT bei Säuglingen und Kleinkindern:
Mentholhaltige Präparate wie Pfefferminzöl dürfen nicht als konzentrierte Dämpfe zur Inhalation verwendet werden oder in die Nase eingerieben oder eingeträufelt werden, da es reflektorisch zu Atemstillstand kommen kann.

