Nachwuchs: vorgeburtliche Geschlechtswahl...
Eine im Auftrag der Universität Gießen durchgeführte Befragung von 1000 Frauen und Männern im Alter zwischen 18 und 45 Jahren ergab, dass hierzulande das Interesse an einer vorgeburtlichen Geschlechtswahl recht klein ist, so dass dieses Angebot kaum eine Auswirkung auf das Geschlechterverhältnis haben sollte.
Weltweit gibt es etwa 65 Kliniken, die eine Paaren anbieten, sich das Geschlecht ihres Kindes vorab schon auszusuchen. Um das Geschlecht festzulegen, werden die für die Befruchtung vorgesehenen Samenzellen gefiltert. Die Kosten dieses Verfahrens belaufen sich auf umgerechnet etwa 2.000 Euro.
Bei der Umfrage erklärten 58% der Befragten, dass ihnen das Geschlechter ihrer Kinder vollkommen egal sei, 30% würden gerne ebenso viele Mädchen wie Jungen haben. 4% hätten gerne mehr Jungen als Mädchen, 3% mehr Mädchen als Jungen. 1% der Befragten wollte ausschließlich Mädchen oder ausschließlich Jungen.
Nur 6% der Befragten würden eine vorgeburtliche Geschlechtswahl in Betracht ziehen. Selbst wenn dieser Schritt mit Medikamenten durchführbar wäre, und nicht in einer Klinik oder Arztpraxis, würden nur 8% diese Möglichkeit nutzen. Mehr als 90% wollen das Geschlecht ihres Kindes nicht vorher auswählen und festlegen.

