Bei Schlaganfall Rufnummer - 112 - wählen ...
Nach dem Herzinfarkt und Krebs stellt der Schlaganfall (Apoplexie) die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar. Jährlich sterben etwa 100.000 Menschen daran. Lähmungen und Sprachstörungen sind die häufigsten Langzeitschäden bei Patienten, die ihren Schlaganfall überleben.
Treten bei einem Patienten die Symptome eines Schlaganfalls wie Lähmung einer Körperhälfte, Sprach- oder Sehstörungen auf, muss er innerhalb von drei bis vier Stunden behandelt werden. Weniger schwer geschädigte Hirnregionen können in dieser Zeit noch gerettet werden.
Von den Schlaganfallpatienten, die den Notruf 112 tätigen, erreichen weit mehr als die Hälfte innerhalb von drei Stunden das Krankenhaus und können dort einer Akutbehandlung unterzogen werden. Bei über 40 Prozent gelingt dies sogar innerhalb von eineinhalb Stunden.
Wird der hausärztliche Notdienst gerufen, so schafft es nur ein knappes Drittel innerhalb der kritischen Zeit in die Klinik, noch schlechter fällt die Quote aus, wenn sich der Patient zunächst mit dem Hausarzt in Verbindung setzt.
(Studie des Zentrums für Neurologie und Psychiatrie der Universität Köln)

