Antibiotika in der Hühnermast
Nach Daten des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums nimmt der Einsatz von Antibiotika in der Hühnermast zumindest in Niedersachsen zu. Zur heutigen Zeit werden im Durchschnitt 2,3 Behandlungen mit Antibiotika pro Mastdurchgang durchgeführt. Zum Vergleich: vor 10 Jahren waren es nur 1,7 Behandlungen. Nach Expertenmeinung würden die Tiere ohne die Antibiotikatherapien nicht bis zum Ende ihrer Mastzeit überleben. Niedersachsen beherbergt mehr als 50 Prozent aller Hühnermastbetriebe in Deutschland. Das Schlimme an dem übermäßigen Einsatz von Antibiotika ist die Gefahr von Resistenzentwicklungen, die dann auch für den Menschen gefährlich werden können. Seit 2006 sind Antibiotika zur Wachstumsförderung von Masttieren nicht mehr zugelassen, Ärzte dürfen sie nur noch bei Krankheiten verschreiben. Die steigenden Zahlen lassen sich damit erklären, dass immer mehr Tiere in einem Stall leben, welche dann bei der Behandlung von ein paar wenigen kranken Tieren mitbehandelt werden müssen.
Quelle: aerztezeitung.de

